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Judenburg ist seit 2006 Mitglied beim steirischen „e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden“, dem österreichischen Ableger des european energy award-Programms. e5 ist ein Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystem, das Gemeinden nachhaltig bei Klimaschutz und Energiesparen unterstützt und umfasst alle kommunalen Bereiche, in denen eine Gemeinde energiepolitisch aktiv werden kann: von der Straßenbeleuchtung bis zum Kindergarten. Die durchgeführten Maßnahmen werden in regelmäßigen Audits bewertet und die Gemeinden für ihre Umsetzung, in Anlehnung an die Sterne für Hotels, mit einem bis fünf „e“ belohnt. Die Zielerreichung wird in einer Spinnennetzgrafik dargestellt.

 

Für die Durchführung des e5-Programms in der Steiermark ist die Energieagentur Steiermark zuständig, die jede einzelne Mitgliedsgemeinde persönlich betreut.

e5 Steiermark - Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden (e5-steiermark.at)

e5-Landesprogramm Steiermark | Facebook

 

e5-Team

Vor Ort kümmert sich ein e5-Team um die Planung, Koordination und Umsetzung der kommunalen Projekte. Aktivitäten werden aber auch an vielen Orten und von vielen Menschen außerhalb der Gemeindestube gesetzt, wie in den Schulen, Kindergärten, Vereinen, von industriellen, gewerblichen und bäuerlichen Betrieben usw. 

Im e5-Team sind 2021 engagiert: 

Energiereferentin GR Sabine Matje, Energiebeauftragter Helfried Kreiter (Umweltreferat), Mag. Eva Volkar (Teamleiterin), Bgm. Hannes Dolleschall, Mag. Florian Auer (Stadtamtsdirektor), Ing. Christian Moser und Mag. Ingo Wieser (Bauamt), Michael Reiter und Ing. Gerhard Felfer (Vermögensverwaltung), Horst Schrittwieser (Schulzentrum Lindfeld), Kurt Wordian und Evelyn König (Bildung, Kultur, Generationen und Sport); Karoline Straner (Stadtmarketing), DI Josef Bärnthaler (Energieagentur Obersteiermark), DI Arch. Gernot Bittlingmaier (Stadtentwicklungsgesellschaft, Stadtatelier); BM Ing. Sabine Haßler, DI (FH) Josef Maier, Dieter Groselj (Stadtwerke Judenburg); Dr. Franz Bachmann, Gerhard Kreuter
 

Audit-Bewertungen

Judenburg hat sich seit seinem Beitritt 2006 in vier Audits ins europäische Spitzenfeld vorgearbeitet. 2021 stellt sich Judenburg zum fünften Mal der Auditierung.

Auditbericht 2008 

Auditbericht 2010

Auditbericht 2013

 

Seit 2017 darf sich unsere Stadt für 81,8 % mit fünf „e“ und dem european energy award GOLD schmücken.

Die Bewertungskommission lobte die Stadtgemeinde Judenburg anlässlich der Erreichung des fünften e: „Durch die intensive und konsequente Arbeit des e5-Teams (…) ist die Erreichung des 5. e sehr eindrucksvoll gelungen. Die langjährigen und sehr engagierten Tätigkeiten im Energie-, Umwelt- und Klimaschutzsektor werden dadurch würdig honoriert und für die Öffentlichkeit besser sichtbar gemacht. Die Stadtgemeinde Judenburg ist eine EU-weite Vorzeigegemeinde und strahlt auf andere Gemeinden positiv ab. Vor allem die vielen nationalen und internationalen Projektbeteiligungen in unterschiedlichen Bereichen spiegeln das hohe Engagement der Gemeinde wieder und haben Leuchtturmcharakter. (…) Die e5-Kommission gratuliert zum Ergebnis der Auditierung und wünscht weiterhin viel Erfolg bei der kommunalen Arbeit!“

 

Ergebnisse des e5-Audits 2017

Einen Bericht über die Auszeichnungsveranstaltung finden Sie hier.

Handlungsfeld Entwicklungsplanung und Raumordnung

Judenburg schneidet hervorragend im Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung ab. Zahlreiche sehr gute Konzepte und Studien zu energierelevanten Bereichen (Energie, Verkehr, Stadtentwicklung) sowie Mitgliedschaften bei internationalen Initiativen wie dem Klimabündnis und dem Konvent der Bürgermeister tragen zur Berücksichtigung von Energieeffizient und Klimaschutz bei Planungen bei. Das erste Energiekonzept stammt aus dem Jahr 1991, und Judenburg trat 1992 als zweite steirische Stadt nach Graz dem Klimabündnis bei. 2020 wurde gemeinsam mit der Bevölkerung ein Leitbild entwickelt, das mit dem Stadtatelier Judenburg umgesetzt wird.

 

Handlungsfeld kommunale Gebäude und Anlagen

Seit 1990 werden die Energieverbräuche der gemeindeeigenen Gebäude aufgezeichnet und auf Abweichungen kontrolliert. Die Gemeindewohnhäuser wurden schon sehr früh thermisch saniert und sind mittlerweile beinahe zur Gänze an die Biomasse-Fernwärme aus Pöls angeschlossen. Auch fast alle öffentlichen Gebäude werden mit Fernwärme versorgt. Der Grundsatzbeschluss der Stadtgemeinde Judenburg, ihre Wärmeversorgung auf Fernwärme umzustellen, war eine wichtige Voraussetzung für die Errichtung des Aichfelder Fernwärmenetzes. Allein die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED spart pro Jahr 500.000 kWh Energie, und auch die Weihnachtsbeleuchtung wurde auf LED umgestellt.

 

Handlungsfeld Versorgung und Entsorgung

Mit den Stadtwerken Judenburg verfügt Judenburg über ein top Unternehmen, das alle Bereiche der kommunalen Versorgung und Entsorgung abdecken kann. Die Stadtwerke Judenburg versorgen ein Gebiet so groß wie Wien mit Strom und erzeugen selbst erneuerbare Energie aus lokaler Wasserkraft und Photovoltaik. Als Betreiber des Fernwärmenetzes im Zentrum und Westen der Stadt erweitern die Stadtwerke ihr Netz sukzessive und bringen umweltfreundliche Wärme in immer mehr Haushalte. Die Stadtgemeinde Judenburg unterstützt private Haushalte und Betriebe mit Förderungen bei der Errichtung von Biomasseheizungen, der Nutzung von Sonnenenergie zur Wärme- und Stromerzeugung und der Durchführung von Wärmedämmmaßnahmen zum Einsparen von Energie. In Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wurden Potenziale zur Nutzung der Abwärme von Industriebetrieben erhoben.

 

Handlungsfeld Mobilität

Zur guten Performance im Bereich Mobilität trägt zu einem großen Teil der gut ausgebaute öffentliche Verkehr mit Aichfeldbus, Citybus und ÖBB-Anbindung bei. JuMobil und Nightline runden das Angebot für Menschen mit Mobilitätseinschränkung und Nachtschwärmer ab. Der Citybus wurde mittlerweile sogar auf Elektroantrieb umgestellt. Zahlreiche kleinere Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept zur Verkehrsberuhigung und ein gut ausgebautes Fuß- und Radwegenetz machen Judenburg zu einer sicheren Stadt für VerkehrsteilnehmerInnen. Die Ladeinfrastruktur für strombetriebene Fahrzeuge wurde sukzessive ausgebaut. Veranstaltungen wie die jährliche Teilnahme am europaweiten Tag der Mobilität und andere Maßnahmen dienen der Unterstützung bewusster Mobilität.

 

 

Handlungsfeld Interne Organisation

Die herausragende Bewertung der internen Organisation ist vor allem auf das langjährige Bekenntnis der Stadtgemeinde Judenburg zu Umwelt- und Klimaschutz und dessen Verankerung in der Gemeindeorganisation zurückzuführen. Judenburg ist seit 1986 eine der wenigen Gemeinden in seiner Größenklasse mit einer eigenen Umweltschutzabteilung und einem eigenem Budget. Ein sehr engagiertes und kompetentes e5-Team, das alle relevanten Bereiche und AkteurInnen umfasst, ist für die Planung, Koordination und Umsetzung der Jahresplanungen zuständig und sorgt sich um die Umsetzung von Klimaschutz in der Gemeindearbeit. Die langjährigen Bemühungen der Stadtgemeinde wurden 2018 mit dem Preis des europäischen Klimabündnisses ausgezeichnet.

 

Handlungsfeld Kommunikation und Kooperation

Die Stadt Judenburg pflegt zahlreiche regionale, nationale und internationale Kooperationen mit anderen Gemeinden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Betrieben, NGOs, Wirtschaft und Bevölkerung. So hat die Stadtgemeinde in den vergangenen Jahren auch an einigen EU-Projekten teilgenommen. Bewusstseinsbildung über Veranstaltungen, Publikationen und Projekte soll Menschen aller Altersgruppen Umwelt- und Klimaschutz ans Herz legen, wobei vor allem die Schulen und Kindergärten wichtige Arbeit leisten. Die Stadtgemeinde Judenburg übt durch ihre eigenen Maßnahmen eine Vorbildwirkung auf die Bevölkerung und Betriebe aus.

 

Kontaktdaten
Stadtgemeinde Judenburg
A- 8750 Judenburg
Hauptplatz 1

Tel.: +43 3572 83141
Fax: +43 3572 83141 222
E-Mail: post@judenburg.gv.at
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